Sabine Ehrle-Niederehe

Portrait: Mladenovic Fotografie

 

Als abstrakt bis informell kann man die Werke von Sabine Ehrle-Niederehe – wie sie es auch selbst tut – bezeichnen.
Die Kategorisierung ist zutreffend und einschränkend zugleich: sie „erzählt“ wenig über den kraftvollen, impulsiven Moment, der in den Arbeiten sichtbar wird und der auf eine expressive Ebene verweist und assoziiert werden kann mit den Action Paintings von Jackson Pollock.

Diese Wirkung ergibt sich durch die Dynamik des Farbauftrags mit Pinsel und Spachtel in mehreren Schichten. Eine Dynamik, die verstärkt wird durch Tropf- und Laufspuren, durch Kratzspuren – deren Weg tiefer liegende Farbebenen an die Oberfläche bringt – und der Präsenz intensiver, leuchtender Farben.

Die Arbeiten sind oft großformatig, zum (kleineren) Teil in schwarz/weiß und Naturtönen gehalten. Sabine Ehrle-Niederehe verwendet die verschiedenen Stilmittel um Ihrer Wahrnehmung der (Um-)Welt Ausdruck zu verleihen. Als Bestandteil des Lebens ist der Widerspruch, der Bruch, die Opposition und Antithese oft auch Bestandteil Ihrer Bilder. Dabei spielt die sachlich-ästhetische/informelle Ebene, das Figürliche in Form von grafischen- oder Textfragmenten ebenfalls eine große Rolle.

Zu den Werken von Sabine Ehrle-Niederehe kann man sagen, was einst Vincent van Gogh über die Farben sagte: „Es sind Harmonien und Kontraste [in den Farben] verborgen, die ganz von selbst zusammenwirken.“

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